Quipu veröffentlicht

Montag, 05. Juli 2010, 13:57 Uhr

3 Kommentare

Auf der TDWI-Konferenz vom 14. – 16. Juni 2010 in München wurde u.a. von Jos van Dongen auf ein neues Open-Source-Projekt hingewiesen: Quipu. Am 1. Juli wurde Quipu nun wie angekündigt gelauncht und steht nun als Download zur Verfügung. Doch was ist Quipu und was kann es? Ein erster Blick auf ein neues Programm im OSBI-Lager.

Gleich vorne weg: Eigentlich sollte diese Beitrag umfangreicher werden, aber leider habe ich es noch nicht geschafft das Quipu-Backend zum Laufen zu bringen. Sattdessen streite ich mich gerade mit Java-Fehlermeldung. Deshalb wird das jetzt ein kurzer Anriss eines neuen Spielers in der OSBI-Liga und die detailierte Vorstellung folgt dann hoffentlich schon bald.

Was ist Quipu?  „Quipu ist der Name der einzigartigen, im Dezimalsystem aufgebauten Knotenschrift der Inka.“ Damit mag Wikipedia ja Recht haben, allerdings gibt es seit heute auch ein neues Open-Source-Projekt mit demselben Namen. Und genau darum soll es jetzt gehen.

Auf de TDWI-Konferenz im Juni in München wies u.a. Jos van Dongen bereits auf dieses neue in den Niederlanden initiierte Projekt hin. Quipu bezeichnet sich selbst als „Data Warehouse Management“ und geht damit in Richtung Metadatenverwaltung. So wie ich die Sache verstanden habe sollen die gesamten Zugangsdaten der beteiligten Systeme in einem zentralen Repository abgespeichert werden – kein Chaos also mehr, sondern alles schön an einer Stelle dokumentiert. Reverse-Engeneering – Datenstrukturen z.B. von Tabellen werden automatisch erkannt – ist ebenso mit an Bord wie Logging-Funktionen. Quipu soll so eine Art zentrale Steuerung werden, die die vielen beteiligten Systeme unter einer Oberfläche vereinigt. Ob das über spezielle Schnittstelle oder so geht, hätte ich mir auch schon gerne angeschaut, aber noch läuft das Backend bei mir nicht 🙁

Bildlich sieht das Ganze dann jedenfalls wie folgt aus (Quelle: Offizielle Quipu-Homepage):

Quipu setzt auf das Design-Modell DataVault, das für die „historische Speicherung von Daten aus vielen operationalen Systeme [steht], wobei vollständig nachvollziehbar bleibt, woher alle Daten in der Datenbank stammen“ (siehe Wikipedia über DataVault). Damit wird das Problem der fehlenden Historisierung der Daten nach dem Prinzip der dritten Normalform nach Inmon beseitigt.

Nach der Registrierung kann Quipu kostenlos heruntergeladen werden und besteht aus einem Backend (ca. 66 MB) und einem Frontend (2 MB). Das Backend ist eine Java-Applikation, die standardmäßig innerhalb des Java-Servlet-Servers Jetty läuft (alternativ kann auch ein Tomcat verwendet werden). Innerhalb des Java-Servers werden die Daten und Metadaten abgelegt, das Frontend verbindet sich dann beim Login mit dem Server im Hintergrund.

Mehr Informationen erhält man auf der offiziellen Quipu-Seite, in der Broschüre, bei Twitter oder über 3 Video beim YouTube-Channel von Quipu – leider unvertont. Wer der holländischen Sprache mächtig ist kann auch noch aus dem Artikel QUIPU: Open Source data warehousing ein paar Informationen ziehen (und mir vielleicht eine Übersetzung oder Zusammenfassung zukommen lassen).

Und ich schaue mal, dass ich das jetzt irgendwie zum Laufen bekomme, andere haben es ja schließlich auch hinbekommen

Update 09.07.2010, 13:45 Uhr: Im Downloadbereich unter www.datawarehousemanagement.org ist nun auch das Manual zu Quipu zu finden. Und ich bin mit meinen Installationsproblemen zumindest ein kleines Stück weiter obgleich es noch nicht zum richtigen Testen gereich hat.

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Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Hi there,
    I was wondering if you managed to get Quipu up and running? If not, please let us know so we can help out if required. Latest version is 1.0.5. We highly appreciate blogs like yours that discuss our product, and it helps us to improve Quipu even more.

    Thanks,
    Best Regards,

    Jeroen Klep

  2. Christian Kolodziej sagt:

    Hi Jeron,

    sorry to disappoint you but I didn’t find any time to try it again. I was writing my master-thesis, have been on vacation and there have also been some other things that needed my attention. But i didn’t forget Quipu as well and I hope to find some time to test it and to write something more about it.

    Best regards,
    Christian

  3. Jeroen Klep sagt:

    Hi Christian,

    Well, first things first of course! We’ll stay in touch. A Dutch blogger (in English) has some really good blogs on open source BI and Quipu here: johannesvdb.blogspot.com

    Best Regards,
    Jeroen

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