OSBI ist BI-Trend 2011

Montag, 27. Juni 2011, 21:42 Uhr

Noch keine Kommentare

Eigentlich findet man die ganzen Vorhersagen der Trends eines Jahres immer am Jahresende oder zu Jahresbeginn. Die Internetseit CIO.de machte hier mal eine Ausnahme und Blick zur Jahresmitte mit dem Wissen über die bisherigen Entwicklungen auf die BI-Trends 2011. Einer von insgesamt 10 Trends ist auch „Open Source Business Intelligence“.

Genaugenommen ist der Artikel auf der Internet CIO.de eine Zusammenfassung des Analysten-Hauses EMA und listet die ihrer Meinung nach 10 größten BI-Trends des Jahres 2011:

  • Mobile BI
  • Advanced Analytics
  • Fusionen
  • BI greift um sich
  • Die Google-Generation
  • Cloud Computing
  • Daten-Explosion
  • Der Mittelstand rückt ins Licht
  • Open Source Business Intelligence
  • Einschneidende Ereignisse – Plant Google ein eigenes (kostenloses?!) BI-Angebot?

Den (der Liste nach) 9. Eintrag höre ich natürlich am Liebsten – neue Motivation für mich und diesen Blog 🙂 Doch was hat es mit den anderen Punkten auf sich? Mit der Aussage, dass BI mehr und mehr um sich greift und immer mehr Endnutzer mit BI-Angeboten in Kontakt kommen hängt sicherlich auch damit zusammen, dass auch der Mittelstand zunehmend ins Licht der Anbieter und Dienstleister entsprechender Software respektive der Dienstleistungen drumherum gerade. Das ist natürlich zum Einen der Tatsache geschuldet, dass mittlerweile alle großen Unternehmen BI-Lösungen etabliert haben sollten und sich Hersteller wie die SAP nun andere Kundenschichten erschließen müssen um die gewünschten Wachstumsraten und Renditen zu erreichen. Andererseits haben auch kleine und mittlere Unternehmen gemerkt, dass es zunehmend wichtiger wird die vorhandenen Daten besser zu nutzen, um im Wettbewerb mit der Konkurrenz bestehen zu können.

Neben der Zunahme der Benutzer werden auch die zu verarbeitenden und zu analysierenden Datenmengen immer größer. Da wir mittlerweile an einem Punkt angelangt sind, an dem es nicht mehr möglich ist, alles zu verarbeiten – Stichwort: Informationsüberflutung – erinnere ich gerne auch an den Vortrag von Frank Buytendijk auf der TDWI-Konferenz 2011 in München, der bemerkte, dass wir die „richtigen“ Fragen stellen müssen. Jeder Report, den wir bauen, muss einen klar definierten Zweck und klar definierte Anwender haben. Analysen und Reports haben nur dann einen Sinn, wenn die Ergebnisse zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Ein Außendienstler braucht aktuelle Informationen beim Kundenbesuch und nicht tagealte Ausdrucke oder eMails. Dies ist meiner Meinung nach der wichtigste Grund für die zunehmende Verbreitung von Mobile BI.

Das ständige Thema der Business Intelligence ist und bleibt die Performance. Je je Nutzer und je mehr Daten, desto mehr werden die Systeme beansprucht. Damit befinden sich die Unternehmen im ständigen Wettlauf einer gesteigerten Performance und größeren IT-Landschaften. Ein einfacher Weg, dem transparent entgegenzutreten und Lastspitzen abzufedern ist Cloud Computing. Immer mehr Angebote gibt es mittlerweile in diesem Bereich und wahrscheinlich werden auch immer mehr Unternehmen ihre Skepsis ablegen und nach Ausräumung rechtlicher Bedenken davon nutzen. Neben der rechtlichen Seite gibt es aber noch ein anderes Problem. Momentan gibt es noch zu viele Unternehmen, als dass diese in Koexistenz existieren könnten. Fusionen sind dabei unabwendbar und wer gibt seine Daten schon in die Obhut eines Unternehmens, dass vielleicht bald nicht mehr existiert oder von einem anderen Unternehmen aufgekauft wird, dem man dann doch nicht mehr vertraut?

In Zeiten der Globalisierung haben wir leider schon die Kontrolle über unsere Daten verloren. Seien die jüngsten Datendiebstähle bei Sony, Nintendo & Co. oder die Sicherheitslücken bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken – wir sind mehr und mehr transparent und damit auch unsere Daten. Allen voran natürlich auch Google. Tüfftelt Google wirklich an einem eigenen BI-Angebot? Ich zweifle daran ehrlich gesagt noch ein wenig. Oder ist es vielleicht die Angst vor einer Welt, in der Google die Daten von Banktransaktionen mit meinen Fotos bei Facebook und anschließend noch mit vertraulichen Informationen aus meinen eMails oder meinem Bewegungsprofil zusammenlegt? Irgendwie unheimlich und wieder eine Gedanke an Frank Buytendijks Vortrag: nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll und moralisch vertretbar. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass dies nicht passieren wird, aber Einfluss haben wir darauf nicht (mehr).


Fazit

Vieles in dem Artikel kann ich bestätigen und die aktuellen Entwicklungen – immer mehr Mobile-BI-Angebote, immer mehr Daten, immer mehr Nutzer, immer mehr Daten in die Cloud – sind die Bestätigung. Nur ein BI-Angebot von Google wird es hoffentlich auf absehbare Zeit nicht geben…

Tags: ,

Kommentare zu diesem Beitrag

Bisher wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Sie können also die oder der Erste sein.

Jetzt einen neuen Kommentar abgeben



(optional, Ihr Name wird entsprechend verlinkt)