TDWI-Kongress 2010, München – Tag 1

Montag, 14. Juni 2010, 22:45 Uhr

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Angekommen in München und nun ist auch schon Tag 1 nach dem deutschen Auftaktsieg bei der WM 2010 und Tag 1 des TDWI-Kongresses 2010 vorbei. Ein kurzer Rückblick.

Vortrag „Grundlagen des Data Warehousing“, Peter Chamoni und Peter Gluchowski

Nach der Keynote (von der ich leider nicht viel mitbekommen habe) hielten die im BI-Bereich Bekannten Chamoni und Peter Gluchowski einen Vortrag zu den „Grundlagen des Data Warehousing“.  Von Titel her etwas für Anfänger, aber in Wirklichkeit sehr kurzweilig und Jedem zu empfehlen, der in irgendeiner Weise mit Business Intelligence zu tun hat.

Es war die wohl unerschöpflicher Erfahrung beider Referenten, die jedem noch einmal die Basics nahe brachet und dennoch an vielen Stellen über das eigenes Wissen hinaus ging und für Aha-Effekte und neue Erkenntnisse sorgte.

Beim Thema Agilität widersprachen Chamoni und Gluchowski teilweise der Keynote von Stephen Brobst. Zumindest im Data Warehouse sind stabile Strukturen Pflicht, dynamische/agile Methode müssten anderswo im BI-System realisiert werden damit es keine Beeinträchtigungen gibt. Denn genau das kann passieren wenn zu viele Anwender zu viele Möglichkeiten bekommen und die dann falsch einsetzen…

Das Thema „Agile BI“ wird uns aber sicherlich auch in Zukunft noch begleiten, außerdem sehen Chamoni und Gluchowski auch das Thema Web 2.0, Operational BI, Mobile BI sowie BICC (Business Intelligence Competency Center) im Kommen. We will see…


Vortrag „Ein Vergleich von OSS für BI mit konventioneller BI Software anhand einer umfangreichen Anwendung“

Dieser Vortrag beschrieb den Vergleich der Open-Source-Versionen von Pentaho und Jaspersoft mit der kommerziellen Cognos-Version. Wie die „umfangreiche Anwendung“ aussah wurde nicht erwähnt. Auch sonst enttäuschte der Vortrag ein wenig. Es wurde zwar die Bereiche Datenintegration, AdHoc-Reporting und Standard-Reporting verglichen, aber das Ergebnis war immer gleich ohne viel weiter zu helfen: Cognos sei etwas besser und intuiver zu bedienen, Pentaho und Jaspersoft seien gleich gut und mit beiden Open-Source-Programmen ließen sich auch BI-Anwendungen entwickeln.

Okay. Ich hatte mir doch etwas mehr erhofft, insbesondere eine Abgrenzung von Pentaho und Jaspersoft bzgl. der jeweiligen Stärken und Schwächen wäre hilfreich gewesen. Die gab es aber nicht, stattdessen die Auskunft, dass die Entscheidung zwischen Pentaho und Jaspersoft „Geschmackssache“ sein.


Vortag „Informationsinseln zum Enterprise DW“

Auch mein letzter Vortrag für diesen 1. Tag wusste nicht zu überzeugen. Beschrieben wurde die Situation wie sie wahrscheinlich in allenn Unternehmen vor einer BI-Einführung ist: heterogene Datenquellen und keine einheitliche Datenbasis. Auch die designierten Schritte hinzu einem zentralen Data Warehouse als „Single Point of Failure“ ist richtig und wichtig aber vor allem auch nichts Neues. Dann noch ein bisschen Gerede über das „Virtuell BICC“ (BICC = Business Intelligence Compotency Center) – was  auch immer „virtuell“ bedeuten soll – und ich war froh als der Vortrag zu Ende war. Leider waren die Highlights diesen 1. Tages bereits am Vormittag…


Come together sponsored by Penatho

Nach allen Voträgen war Zeit für den gemütlichen Teil des Abends und die After-Work-Party in Forum im deutschen Museum in München. Unter der Sponsorschaft des Open-Source-Anbieters Pentaho gab es neben kleinen warmen Snacks auch ein Gläschen Wein und ein Weizen – muss man den Bayern nur noch erklären, dass man das nicht aus der Flasche trinkt 😉

Daneben stellte Pentaho auch ein neues Buch vor: Pentaho Solutions von Roland Bouman und Jos van Dongen (Jos bei Twitter). Bisher war Literatur zu OSBI-Software eher rar, mittlerweile gibt es aber die ersten Artikel auf dem Buchmarkt. Für September ist mit Pentaho Kettle Solutions sogar schon ein weiteres Buch angekündigt. Auch hier wird wieder Jos van Dongen wieder mit von der Party sein. Jos wird übrigens morgen auch zwei Voträge beim TDWI-Kongress halten – und ich dann wieder berichten.

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