Studie zum Thema „Abfrageperformance: Erfolgsfaktor für Business Intelligence“

Mittwoch, 01. September 2010, 15:56 Uhr

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Ein ganz aktuelles Whitepaper des BARC beschäftigt sich eingehend mit den unterschiedlichen Aspekten der Performance von BI-Systemen. Die Abfrageperformance ist laut der BI-Survey 8 noch vor schlechter Datenqualität und der Unternehmenspolitik das größe Problem in BI-Projekten und kann beeinflusst die Akzeptanz von BI-Systemen erheblich. Die Studie nennt mögliche Ursachen sowie die Auswirkungen schlechter Performance und gibt Empfehlungen wie diesem Problem begegnet werden sollte. Dank eines Sponsorings der Firma Netezza steht die Studie kostenfrei zur Verfügung.

Grundsätzlich lässt sich die Performance von BI-Systemen in die Ladeperformance – wie lange benötigt der ETL-Prozess, um die Daten aus den Vorsystemen im BI-System bereitzustellen – und die Abfrageperformance – wie lange dauert es bis die Antwort auf meine Anfrage zur Verfügung steht – unterteilen. In der Regel kommt sicherlich der Abfrageperformance die größere Bedeutung zu, es wäre aber auch denkbar, dass in einigen Szenarien mit hohen Datenvolumina und wenigen zeitlich unkritischen Abfragen die Ladeperformance wichtiger ist. Wie die Prioritäten auch angesiedelt sind, verhindert schlechte Performance die Verbreitung und senkt die Akzptanz:

Schlechte Performance gefährdet den Erfolg eines BI-Systems und kann damit zu Investitionsruinen führen.

BARC nennt in der Studie eine Vielzahl von Einflussfaktoren auf die Performance, wie die folgende Grafik (Quelle: BARC) zeigt:

Während oftmals die Verarbeitungsmenge fix ist, lassen sich die anderen Einflüssen mehr oder weniger gut beeinflussen. Insbesondere den eingesetzten Technologien und die Hardware-Ausstattung der BI-Systeme sollte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, schließich gab es in diesem Bereichen in der jüngeren Vergangenheit technologische Fortschritte wie etwa In-Memory-Datenbanken, spaltenorientierte Datenbanken oder Solid-State-Disks (SSD), die dank Flash-Speicher einen deutlich schnelleren Datenbankzugriff als Festplatten bieten.

So empfehlen die Autoren der Studie vor großen Investitionsentscheidungen zunächst repräsentative Testszenarien mit eigenen Daten in der potentiell zukünftigen IT-Umgebung. Ein solcher Proof-of-Concept sollte unbedingt durchgeführt werden, um später kein böses Erwachen zu erleben. Zudem sollte es auch für jeden Anbieter von Hardware damit keine Probleme haben, insofern die Marketingaussagen mit den Realität und der tatsächlichen Performance des Systems übereinstimmen.

Die Studie kann kostenlos auf der Netezza-Internetseite heruntergeladen werden: Abfrageperformance: Erfolgsfaktor für Business Intelligence (PDF, 1 MB). Meiner Meinung nach fasst das Dokument die wichtigsten Punkte rund um die Performance von BI-Systemen gut und ohne großen Overhead zusammen. Das Sponsoring durch die Firma Netezza mindert die Qualität dabei in keinen Fall und äussert sich auch nur in einer einseitigen Werbeseite gegen Ende.

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