TDWI-Konferenz 2011 – Tag 1

Montag, 06. Juni 2011, 23:59 Uhr

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Der erste Tage der diesjährigen TDWI-Konferenz liegt hinter rund 600 Teilnehmern. Irgendwie was heute alles „agil“ – zumindest nach den Beschreibungen der Präsentationen. Agilität im BI-Bereich ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber in den Vorträgen suchte man es dann oft vergeblich. Eine Kurzzusammenfassung des ersten Konferenztages…

Im altbekannten München fiel an neuer Location – dem M,O,C München – der Startschuss für die TDWI-Konferenz 2011. Zu Beginn ging es in der Keynote von Claudia Imhoff um die Frage, inwieweit die Agile Business Intelligence die „Wunderwaffe“ (silver bullet) oder doch nur ein Märchen ist. Die Antwort konnte eigentlich nur lautet: Keines von Beidem… Denn agile BI hat sowohl Vor- als auch Nachteile und ist deshalb kein Allheilmittel. Insbesondere ist der Ansatz nur dann erfolgreich wenn sowohl alle Prozessbeteiligten als auch die IT diesen unterstützen. Auch wichtig dabei ist der Fokus auf den Endnutzer respektive die Use-Cases – eine Aussage, die noch häufiger am heutigen Tag gemacht werden sollte. Da agile Entwicklungsmethoden schon in der Software-Entwicklung überzeugen konnten, so sind ist das Thema im BI-Bereich noch recht neu aber sehr aktuell…

Weiter ging es für mich mich einem Vortrag zum Thema „BI-Strategie und BI-Governance“ – definitiv ein wichtiges und allgegenwärtliches Thema. Die Präsentationsgeschwindigkeit von Prof. Kemper war sprichwörtlich atemberaubend. Wenn auch etwas „oberflächlich“ weil wenig konkret gab es doch das ein oder andere interessante Detail für eigene Projekte. Ich stimme darin überein, dass Business Intelligence allein noch keinen Wertbeitrag leisten kann. BI ist vielmehr eine Unterstützung der Geschäftsprozesse und den Unternehmenszielen untergeordnet. Insbesondere in Konzernen mit vielen Töchtern ist BI-Governance allerdings sehr notwendig, ohne dass es ein Patentrezept gibt. Auch die Einführung eines BICC ist nicht immer der Wahrheit letzter Schluss. Da die Unternehmen sehr unterschiedlich und Architekturen historisch gewachsen sind, gibt es auch hier eigentlich nur eine Antwort: „Kommt drauf an.“ Trotz allem ein wichtiges Thema, dessen Notizen ich auch noch einmal ausführlicher aufarbeiten möchte.

Der Nachmittag war dann leider etwas enttäuschend, denn der Vortrag „Datenqualitäts- und Stammdatenmanagement: Agiles BI durch Softwareunterstützung von Datenmanagement-Prozessen“ konnte nicht nicht halten, was der Titel versprach. Datenqualität: Fehlanzeige. Stammdatenmanagement: Fehlanzeige. Agil: Fehlanzeige. Deshalb entschied ich mich nach der Kaffeepause zu einem Switch und kam mit dem Thema Outsourcing nach Indien in Kontakt. Nicht wirklich das, was mach aktuell beschäftigt, aber definitiv erhellend… Beim Outsourcing stehen oftmals primär Einsparpotentiale im Vordergrund. Weniger beachtet werden die Probleme, welche die Auslagerung mit sich bringen: unterschiedliche Mentalitäten und Arbeitszeiten, Probleme hinsichtlich Latenzen und IT-Security sind nur ein paar Beispiele. Der Schritt in Richtung Outsourcing will also gut überlegt sein.

Am Abend war dann der gemütliche Ausklang des 1. Konferenztages angesagt. Zusammen mir den Leuten von *** und von *** und *** konnten wir den Tag beenden. ***? Tja, manche Sachen muss doch nicht jeder wissen 😉 Morgen geht es weiter hier in München und schnellere Informationen als im OSBI-Blog gibt es im OSBI-Blog-Twitter-Channel oder über das Hashtag TDWI.

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