Einbeziehung der Kunden ist einer der Schlüsselfaktoren

Freitag, 29. Juli 2011, 09:16 Uhr

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Heute morgen habe ich doch sehr interessiert einen Artikel der Wirtschaftswoche zum Thema „Innovationsmanagement“ gelesen. Darin findet sich die Aussage eines Bereichsleiters für Innovationsmanagement, dass die Einbeziehung der Kunden einer der Schlüsselfaktoren für erfolgreiches Innovationsmanagement sei. Und diese Partizipation der eigentlichen Endanwender ist doch auch einer der wesentlichen Vorteile und Erfolgsfaktoren von Open-Source-Software…

Die Wünsche und Anforderungen der Kunden und Anwender zu treffen ist das Ziel eines jeden Anbieters – unabhängig davon ob es sich um Software, ein Auto oder einen Fernseher handelt. Am Einfachsten geht das natürlich indem die späteren Nutzer früh und kontinuierlich mit einbezogen werden. Hierbei spricht man dann heutzutage von „Innovationsmanagement“ (siehe auch Artikel der Wirtschaftswoche zu diesem Thema). Wenn mal wieder ein Produkt komplett an den Endkunden vorbei geht und floppt, dann hat diese Einbeziehung höchstwahrscheinlich nicht ganz so gut geklappt. Nun ist es aber offensichtlich unmöglich, die Interessen aller Kunden zu erfüllen und man kommt nicht drumherum, Kompromisse zu schließen und es dem Ein oder Anderen eben nicht Recht zu machen. Neben einer verhältnismäßig langen Reaktionszeit bei proprietärer Closed-Source-Software – neue Versionen und Funktionen werden eher in Monaten bis Jahren als in Tagen bis Wochen veröffentlicht – erhält der Anwender letztlich oft auch nicht die benötigte Flexibilität.
Partizipation der Nutzer bei Open-Source-Software

Bei Open-Source-Software sieht das Ganze schon ganz anders aus, denn hier bin ich nicht auf den Anbieter der Software angewiesen, sondern kann fehlende Funktionalität und neue Funktionen auch selber einbauen – das nötige technische Wissen vorausgesetzt. Selbst ist der Mann bzw. die Frau… Open-Source-Software ist damit in gewisser Weise eine Art „Plattform“, die sich nach den eigenen Bedürfnissen anpassen und erweitern lässt. In einer immer schneller werdenen ist dies sicher ein nicht zu unterschätzender Vorteil, der eine deutlich schnellere Reaktion zulässt und damit auch zum Vorteil gegenüber der Konkurrenz werden kann.

Geschäftsvorteil hin oder her – Open Source lebt aber auch davon, dass diese Eigenentwicklungen und Erweiterungen wieder an die Community zurückgegeben werden und auch Andere davon profitieren können. In vielen Fällen schaffen es von Anwendern programmierte Funktionen später auch in das „offizielle“ Software-Paket. Es gibt in gewisser Weise als eine Symbiose zwischen der Anbieter-gebtriebenen und der Endnutzer-getriebenen Entwicklung oder – 5 Euro ins Phrasenschwein: Eine Hand wäscht die andere…

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