Self-Service BI ist wie Einkaufen im Supermarkt

Freitag, 08. Juli 2011, 10:10 Uhr

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Brian Gentile, CEO des OSBI-Anbieters Jaspersoft, stellte neulich über Twitter eine interessante Frage: „How far can self-service BI go, w/out a techy involved to assist?!“ Meiner Meinung nach eine top-aktuelle Frage. Nicht nur weil Jaspersoft im jüngsten Release genau in die Richtung Self-Service BI tendiert – Slogan zu Jaspersoft 4.2: „More Power to the User“ -, sondern weil dieser Schritt nicht überstürzt, sondern gut überlegt sein sollte.

Ich glaube ein guter Vergleich zu Self-Service BI ist ein Einkauf im Supermarkt. Dort gehe ich mit meiner Einkaufsliste hin, lege die Waren in meinen Einkaufswagen, falle zusätzlich noch auf die ein oder andere Verlockung herein und gehe dann zum Bezahlen. Wenn ich etwas nicht finde dann frage ich eine Verkäuferin, sofern sich eine solche finden lässt.

Ähnlich sollte es auch bei Self-Service BI sein: Der Benutzer will etwas wissen, schaut sich die im zur Verfügung stehende Datenwelt an und stellt sich seine Abfragen und Reports selber zusammen. Bei Fragen und Problemen brauchst es aber auch hier ein kompetenten Ansprechpartner. Ob dieser Ansprechpartner nun bei technischen oder fachlichen Anliegen (oder in Personalunion in beiden Fällen) helfen ist zunächst zweitrangig, wichtig ist aber, dass es diese Anlaufstelle gibt. Ansonsten kann es schnell zu Frust kommen da der BI-Endanwender zwar ein super-tolles Programm an der Hand hat, mit dem theoretisch – außer Kaffeekochen – so ziemlich alles möglich ist, sich die Möglichkeiten aber praktisch nur sehr beschränkt nutzen lassen.

Von dem her sollte der (technische) Ansprechpartner sehr nah am Endnutzer sein, um auf die Frage von Brian Gentile zurückzukommen. Um die Parallele zur Supermarkt-Metapher zu ziehen. Auch ich bin frustiert wenn ich mich einer konkreten Kaufabsicht einkaufen gehe, die gewünschte Ware aber nicht finde und sich auch kein Verkäufer finden lässt.
Andere Erfahrungen?!

Was ich jetzt geschrieben habe hat ehrlich gesagt ein wenig von Trockenschwimmen weil ich dazu die dargelegte theoretische Ansicht habe, es mir aber noch an praktischen Erfahrungen fehlt. Würde jemand, der/die das hier liest behaupten, dass das Thema Self-Service BI bei seiner/ihrer Arbeit schon gelebt wird? Wie sind die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit?

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