Veröffentlichung meiner Master-Thesis zur Performance von In-Memory OLAP-Systemen

Samstag, 27. August 2011, 10:44 Uhr

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Mittlerweile ist es doch schon tatsächlich über 9 Monate her, dass ich meine Master-Thesis abgegeben habe. Wie schon ab und an mal angeklungen ist, habe ich mich darin mit der Performance von In-Memory OLAP-Systemen beschäftigt und einen Benchmark entwickelt, um diese möglichst objektiv bestimmen zu können und damit mehere OLAP-Server zu vergleichen. Nach einem Vortrag auf dem 2. Workshop OSBI im Februar in Karlsruhe und einem Fachartikel im BI-Spektrum 2/2011 habe ich es nun endlich geschafft, die auch Ergebnisse in Internet zu veröffentlichen.

Von Mai bis Oktober 2010 habe ich mich in meiner Master-Thesis mit dem Thema „Entwicklung eines Benchmarks für die Performance von In-Memory OLAP-Systemen“ beschäftigt. Performance ist zweifelsohne ein wichtiger Faktor beim Betrieb eines BI-Systems und kann schlimmstenfalls ein BI-Projket zum Scheitern bringen. Für Kunden und Anwender ist es aber vorab schwierig, Informationen über die zu erwartende Performance zu bekommen geschweige denn einen Vergleich unterschiedlicher OLAP-Server unter bestimmten Rahmenbedingungen hinsichtlich der Performance zu ziehen. Es gibt schlichtweg keinen objektiven Benchmark, der hier helfen könnte.

Soviel zu den Rahmenbedingungen zu Beginn meiner Master-Thesis, die ich als Abschluss meines Wirtschaftsinformatik-Studiums an der Hochschule Karlsruhe in Freiburg bei der Jedox AG schreiben durfte. Zu Beginn analysierte ich mit dem APB-1 sowi dem TPC-H zwei existierende Benchmark, die allerdings aufgrund einiger Schwächen ohne praktischen Nutzen sind. Allerdings ließen sich einige Rückschlüsse für die eigene Arbeit ziehen.


Entwicklung des Benchmarks

Bei der Erstellung des Benchmarks wurden zunächst Kundenanwendungen aus der Praxis analysiert, damit es auch eine nachvollziehbare Grundlage für die Datenmodelle gibt. Heraus kamen Datenmodelle für eine Umsatzanalyse sowie eine Personalplanung. Auf Basis dieser beiden Datenmodelle mussten sich anschließend die 3 OLAP-Server IBM Cognos TM1, Infor PM10 und Jedox Palo in einer Entwicklungsversion zum Release 3.2 in den Teildisziplinen Datenintegration, Analyse und Planung beweisen.

Jeder OLAP-Server konnte dabei genau eine Disziplin für sich entscheiden: Mit IBM war die schnellste Datenintegration möglich, Jedox überzeugte in der Analyse und für eine schnelle Planung wäre Infor TM1 das Produkt der Wahl. Es zeigt sich also, dass vor einer Wahl die Anforderungen klar sein müssen. Die Software muss anhand qualitativer und quantitativer Kriterien ausgewählt werden und es sollten nicht – wie leider so oft – nach der Wahl einer OLAP-Datenbank die Anforderungen so lange bearbeitet werden, bis sie erfüllbar sind.
Veröffentlichung der Ergebnisse

Mehr Informationen sowie auch die komplette Master-Thesis zum Download gibt es ab sofort unter www.olap-benchmark.de. Auf diesem Internetauftritt finden sich auch die Datengeneratoren, um den Benchmark eventuell auch selber einmal unter den eigenen Rahmenbedingungen durchzuführen, Details über die Herleitung der Datenmodelle, die Kritiken der Benchmarks APB-1 und TPC-H und ein paar theoretische Grundlagen, um auch dem wissenschaftlichen Aspekt einer solchen Abschlussarbeit zu genügen. Ein Präsentation der Ergebnisse gab es auch schon auf dem 2. Workshop OSBI in Karlsruhe sowie in der Ausgabe 2/2011 der Fachzeitschrift BI-SPEKTRUM.

Wie eigentlich immer würde ich mich speziell jetzt über Feedback freuen. Und falls jemand den Benchmark einmal selber benutzen und durchführen sollte, würden mich die Ergebnisse auch brennend interessieren.

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