Tag der Gegensätze: Apple trauert, Talend feiert

Donnerstag, 06. Oktober 2011, 23:30 Uhr

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Die Nachricht traf auch mich heute morgen sehr überraschen beim Frühstück: der Apple-Gründer Steve Jobs ist tot. Egal ob Apple-Freund oder -Feind – insbesondere mit iPhone und iPad hat Steve Jobs vieles verändert und auch maßgeblich zum Mobile-Hype im BI-Bereich beigetragen.

Viel gegensätzlicher könnte der Tag heute nicht sein. Während weltweit um Steve Jobs getrauert wird, gibt es andererorts auch Grund zu feiern: das Talend Open Studio wird 5 Jahre alt. Und doch gibt es eine Parallele zwischen dem Apple-Gründer, der die Welt von so vielen veränderte, und der französischen Firma, die mit dem Glauben und Vertrauen in Open Source im BI-Bereich Fuß fasste und ihr ebenson ein Vorreiter war.


Apple trauert: Steve Jobs ist tot

Das Krebsleiden des Steve Jobs war schon lange bekannt aber auch nachdem Steve Jobs im August das Ruder bei Apple an seinen Nachfolger Tim Cook abgegeben hatte, rechnete doch keiner mit einem so schnellen Tod. Gestern noch die Präsentation des neuen iPhone 4S, heute die nachdenklich stimmende Nachricht. Die Welt hat eine Ikone im Computer- und Multimediabereich verloren, der eigene neue Wege gegangen ist und maßgeblich das iPhone, den iPad und auch das MacBook Pro, aus dem ich jetzt diesen Blog-Beitrag tippe, beeinflusst. Vieles wäre heute anders wenn es Steve Jobs nicht gegeben hätte… Rest in Peace, Steve!

Auch im Bereich Business Intelligence haben der Erfolg des iPhones und insbesondere auch das iPad für Veränderungen gesorgt. Auch wenn Apple weder das Smartphone noch die Tablet-PCs erfunden haben, so haben sie doch für einen Evolutionssprung gesorgt. Der Erfolg dieser beiden Endgeräte haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Thema „Mobile BI“ heute so wichtig ist. Denn erst durch die Apple-typische einfache Bedienung stieg das Bedürfnis seine Reports und Auswertungen immer und überall verfügbar zu haben. Nahezu alle Anbieter von Reporting-Lösungen haben den Trend erkannt und bieten entsprechende Clients und Zugriffsmöglichkeiten. Während Palo Mobile schon etwas länger nutzbar ist, hat Jaspersoft im kürzlich erschienenen Release Jaspersoft 4.2 das Thema groß auf die Fahne geschrieben: Reports in der gewohnten Jaspersoft-Optik lassen sich nun problemlos auf iPhones und iPads nutzen.

Es bleibt abzuwarten wie sich dieser Bereich weiter entwickelt und welche neuen Ideen sich die Hersteller noch einfallen lassen. Und es bleibt auch abzuwarten, in welche Richtung sich Apple nun entwickelt. Als Apple-Fan hoffe ich natürlich, dass ich auch in Zukunft so zufrieden mit meinen Apple-Produkten sein werden (und mir endlich auch mal das iPad zulege) und der Konzern wahrmacht, was er im „Abschiedsbrief“ an Steve Jobs kundtut:

(…) his spirit will forever be the foundation of Apple.


Talend feiert: 5 Jahre Talend Open Studio

Ganz anders zumute ist dem größten Anbieter von Open-Source-Datenintegrationslösungen Talend im französichschen Suresnes sowie in den mittlerweile weltweiten Standorten wie beispielsweise auch Nürnberg, Bonn oder Feldkirchen. Vor 5 Jahren wurde die erste Version des Talend Open Studio veröffentlicht. Mittlerweile kann das Talend Open Studio in der Version 4.2.3 heruntergeladen werden. Neben dem quelloffenen und komplett kostenlosen Produkt gibt es mittlerweile auch die kommerzielle Talend Integration Suite. Neben den beiden Produkten für die Datenintegration gibt es mittlerweile auch den Talend Open Profiler sowie das kommerzielle Pendant Talend Data Quality für den immer wichtiger werdenden Teilbereich der Datenqualität sowie die Community Edition und die Enterprise Edition für das Master Data Management. Auch das Hype-Thema Software-as-a-Service wurde von Talend – nebem Anderem – in der Zwischenzeit bedient.

So wie Steve Jobs mit iMac, iPhone, iPad & Co. die Welt beeindruckt hat, so hat auch Talend in nur 5 Jahren im BI-Bereich seine Spuren hinterlassen. Nicht nur, dass schon das Talend Open Studio mittlerweile schon alleine zu einem mächtigen ETL-Tool geworden ist, das sich vor kommerziellen Konkurrenzprodukten nicht verstecken muss, Talend zeigt auch in beeindruckender Weise, was den Open Source Gedanken ausmacht:

  • Als OEM-Produkt ist Talend u.a. in Jaspersoft eingebaut und mit den mehr als 200 Komponenten ermöglicht Talend der einfachen und bequemen Zugriff auf die Daten aus vielen kommerziellen und auch Open-Source-Produkten.
  • Hinter Talend hat sich eine große und hilfsbereite Community gebildet.
  • Talend hat gezeigt, dass sich mit der Mischung aus Open Source und kommerziellenm Support und Premium-Features Geld verdienen lässt. Ein Geschäftsmodell, dem seitdem auch andere Unternehmen nacheifern.

In den 5 Jahren hat sich Talend nicht nur beachtlich weiterentwickelt, sondern auch Preise und Auszeichnungen wie am Schnürrchen gesammelt: BOSSIE Awards, Platzierung in Gartner’s Magic Quadrant, den BeyeNETWORK’s Vision Impact Award oder auch die SourceForge’s Community Choice Awards.

Ich will es kurz machen: Herzlichen Glückwunsch zum 5. Geburtstag von Talend Open Studio! Ach ja, und am kommenden Dienstag, 11. Oktober findet in  Frankfurt der Talend Community Day statt. Unter anderem wird auch einer der Talend-Mitbegründer Fabrice Bonan. „Geburtstagsparty“ wäre auch ein witziger Untertitel 😉 Ich werde auf jeden Fall da sein und von dem hoffentlich interessanten Tag berichten.


Was haben Steve Jobs und Talend gemeinsam

Steve Jobs ist mit Apple genauso wie Talend neue Wege gegangen, gegen den Strom geschwommen und Neues, Verrücktes ausprobiert. Anfangs vielleicht belächelt haben beide gezeigt, dass es die jeweils richtige Entscheidung war. Und damit will ich diesen Artikel und auch diesen „Tage der Gegensätze“ mit einem Zitat von Steve Jobs aus seiner Rede an der Stanforf University schließen:

Stay Hungry. Stay Foolish.

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