Leben ohne Bankberater aber mit Open Source

Dienstag, 29. Januar 2013, 22:49 Uhr

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Ich musste gerade ein wenig Schmunzeln als ich an einer unerwarteten Stelle ein Plädoyer für den Einsatz für Open-Source-Software gelesen habe. Was aber hat Open Source mit einem Leben ohne Bankberater zu tun?!

Momentan schmökere ich ab und an im Buch Leben ohne Bankberater von Stefanie Kühn. Frau Kühn berät als sog. Honorarberaterin ihre Mandanten in Finanzfragen, ohne dabei Provisionen für Vertragsabschlüsse zu kassieren (was sie von der Schar an Maklern und „unabhhängigen“ Beratern unterscheidet). Im besagten Buch versorgt Sie die Leser mit Hintergrundinformationen zu Finanzprodukten und versucht auf diese Weise zu sensibilisieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man sich heute auch ganz alleine um seine Versicherungen und Finanzprodukte kümmern kann. Aber darum soll es hier jetzt nicht gehen…

Auf Seite 96 ging es um Online-Banking und bezüglich der Browserwahl war Folgendes zu lesen:

Viele Nutzer verwenden als Browser auf ihrem Computer das Programm Firefox von Mozilla. Mein Rat: Schließen Sie sich diesem an! […] Bei der Entwicklung von Firefox wurde von Anfang an großer Wert auf Sicherheit gelegt, außerdem basiert das Programm auf einem sogenannten Open-Source-Code. Das bedeutet, dass Sicherheitslücken von jedem Programmierer auf der Welt aufgefunden und binnen kürzester Zeit behoben werden können.

Sicherlich gibt es immer noch Leute, die Open-Source-Software als unsicher einstufen. Aber wie Frau Kühn beschreibt, ist durch die Offenlegung des Quellcodes eigentlich eher das Gegenteil der Fall. Da jeder Einblick hat, können Fehler schnell gefunden werden. Die Betonung liegt hier natürlich auf „können“, denn eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht und auch das Auffinden eines Fehlers impliziert noch keine automatische und schnelle Fehlerbehebung.

 
Immer noch skeptisch?

Auch heise online berichtete beispielsweise im Februar 2012 über eine Studie, nach der Open-Source-Software qualitativ besser als proprietäre Entwicklungen ist. Natürlich kann das nicht pauschalisiert werden denn es gibt sichlich auch Open-Source-Software, die vor Fehlern und Sicherheitslücken nur so strotzt, und es proprietäre Software, die sehr sehr sicher ist. Aber allen Kritikern von Open-Source da draußen sei gesagt: mangelnde Sicherheit ist KEIN Argument gegen den Einsatz von Open Source. Und diese Erkenntnis hat sich mittlerweile auch im nicht IT-affinen Umfeld durchgesetzt wie obiges Zitat zeigt…

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