Achtung BI-Systeme: Zeitumstellung

Mittwoch, 09. Oktober 2013, 21:17 Uhr

1 Kommentar

Wenn in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober die Winterzeit beginnt dann bedeutet das für uns zunächst einmal 1 Stunde mehr Schlaf. Aber auch für unsere BI-Systeme und insbesondere die Beladungsprozesse hat die halbjährliche Zeitumstellung möglicherweise Folgen und Auswirkungen, die es zu beachten gilt damit wir nicht tags darauf die zusätzliche Stunde Schlaf mit einige Stunden Mehrarbeit bezahlen müssen weil das BI-System respektive die Beladung Dinge gemacht hat, die nicht hätten sein sollen.

Mit einem allgemeinen BI-Thema geht endlich auch ein lange Stille hier im OSBI-Blog zu Ende. Was ist zu beachten wenn die Zeit in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober um 1 Stunde zurückgestellt wird?

Insbesondere bei zeitgesteuerten ETL-Prozessen ist Vorsicht geboten falls die Startzeit zwischen 2 und 3 Uhr liegt. Eine solche Konstellation sollte möglichst vermieden werden weil die ETL-Prozesse sonst doppelt liefen. Während dieses Problem bei der Umstellung auf die Winterzeit eventuell noch umgangen werden kann oder ohne Auswirkungen ist (weil die Beladung entsprechend robust programmiert wurde) ist das Problem im März deutlich größer wenn auf Sommerzeit umgestellt wird, die Uhr von 01:59:59 Uhr direkt auf 03:00:00 Uhr springt und ein ETL-Prozesse nicht laufen würde. Der Zeit zwischen 2 und 3 Uhr sollte generell ein besonderes Augenmerk geschenkt werden und die ETL-Prozesse haben idealerweise andere Trigger, z.B. Eingang von Datenlieferungen oder das Ende des Vorgänger-Prozesses.

Über das Problem mit mehrfach oder gar nicht laufenden ETL-Strecken hinaus kann die Zeitumstellung auch noch andere unschöne Effekte haben:

  • Zeitstempel von unterschiedlichen Datensätzen sind identisch obwohl 60 Minuten dazwischenlagen
  • ältere Datensätze „überholen“ jüngere Datensätze vom Zeitstempel her
  • es erfolgen Doppellieferungen, die auch als solche identifiziert und letztlich ggf. ignoriert werden müssen
  • bei der Umstellung auf Sommerzeit im März kann es zu ungewünschten Überschneidungen kommen weil ETL-Prozesse 1 Stunde „zu früh“ fertig sind

Soweit in Kürze. Wem fällt noch etwas ein?

Wenn wir uns aber zu den o.g. Punkte ein paar Gedanken und uns sicher sind, dass die Zeitumstellung für unsere ETL-Prozesse kein Probleme macht, können wir am 22. Oktober auch ganz beruhigt 1 Stunde längern schlummern…

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Kommentare zu diesem Beitrag

  1. Balian sagt:

    Interessanter Beitrag. Auf diesen Punkt, sollte ich doch nochmal unsere ETL-Prozesse prüfen.

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